| Wie ich es in der ersten Nacht bereut hatte keine dieser Unterkünfte gebucht zu haben |
Unser erster anstrengender Tag war endlich vorbei, das Zelt war aufgebaut und ich sehnte mich nach nichts anderem als meinem Schlafsack. Über viele Jahre hinweg hatte sich dieser Schlafsack bewehrt und etliche Reisen und Musikfestivals überstanden und das auch bei teils eisigen Temperaturen.
Die erste Stunde im Schlafsack war gemütlich warm und ich schaute durch unser Zeltdach in den Sternenhimmel. Was für ein Anblick. Hier in Namibia sieht man weitaus mehr Sterne als in Europa, da es keine Lichtermeere in der Prärie gibt. Doch der Genuss sollte nicht lange währen. Mit jeder Stunde wurde es kälter und mit jeder Stunde zog ich mir neue Kleidung über. Doch auch zwei T-Shirts, 2 Pullover, 2 Hosen und 2 Paar Strümpfe halfen nichts gegen die pure Kälte Afrikas. Es blieb schweinekalt (und das sollte auch die nächsten Tage so bleiben). Ich zählte im Schlafsack die Stunden bis zum Morgen durch, doch sie wollten einfach nicht vergehen. In solchen Situationen merkt man dann wieder wie lange eine Nacht sein kann.
Als der Morgen endlich kam, war ich müde und erleichtert diese Nacht endlich überstanden zu haben. Gottseidank war unser Frühstück bereits im Morgengrauen angesetzt, so dass ich bald eine Tasse warmen Kaffee in den Händen hielt – eine der besten in meinem Leben.
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