Samstag, 23. Juli 2011

Ein neuer Hauptbahnhof entsteht in Wien

2012 bekommt Wien einen neuen Hauptbahnhof. Derzeit sieht das Ganze von oben so aus:



























Die beste Aussicht auf die Baustelle hat man vom "Bahnorama" dem höchsten Holzturm Europas. Die Liftkarte kostet 2,50 EUR.



Weitere Infos zum Mamutprojekt auf der offiziellen Webseite: http://www.hauptbahnhof-wien.at/

Montag, 18. Juli 2011

Katzenseide


... mal was Neues ... Katzenseide :)

Freitag, 1. Juli 2011

Manchester Airport, Terminal 1– Gefangen im Konsumtempel


Nach dem Check-In im Terminal 1 am Manchester Flughafen werden sich vermutlich einige Fluggäste zunächst wundern, warum es keine Gate-Nummer auf ihrem Ticket gibt. Auch auf den Bildschirmen mit den Abflügen findet man keine Gate-Nummer. Stattdessen steht dort „wait in Lounge“. Nur bei Flügen bei denen das Boarden in wenigen Minuten beginnt steht ein Gate angeschrieben. 

Jetzt könnte man denken, dass das Terminal wenige Gates hat und die Flughafenbetreiber die Menschen in einer großen Halle sammeln, um die wenigen Gates nicht zu überlasten. Der Flughafen Manchester verfügt aber über 29 Gates.  Kein Grund also den Leuten ihr Gate nicht direkt zu verraten, oder doch?

Beim Betreten der „Lounge“ wird schnell klar, warum man ausgerechnet hier warten soll. Unzählige Shops und Gastronomiebetriebe sind in der Halle mit Aussicht zur Landebahn angesiedelt. Reguläre Sitzplätze zum Warten findet man hingegen wenig. Die wenigen die es gibt, sind voll besetzt. 

Die Menschen, die keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten, vertreiben sich die Zeit in den Geschäften. Es fällt direkt auf, dass die Shops in Manchester regelrecht überlaufen sind, wohingegen Geschäfte  an anderen Flughäfen oft wie einsame Oasen wirken. 

Den Schlangen an den Kassen zufolge scheint das Geschäft mit dem Warten zu blühen.

Dienstag, 28. Juni 2011

Mit dem Zelt am Ende der Welt (Teil 4/4) – Zelt & Tier

Einer der Hauptreize beim Zelten in Namibia ist sicherlich die Nähe zur wilden Natur. Dies ist freilich nichts für Warmduscher, denn es wimmelt in Namibia nur so vor bissigen, giftigen und großen Tieren, die wir sonst nur aus dem Zoo kennen. Glücklicherweise begegnet man den großen, gefährlichen Artgenossen, dann doch eher selten im Zeltcamp. Alltäglich ist jedoch, dass man giftigem Kleingetier wie Skorpionen begegnet und nachts umzingelt wird von Schakalen. Schlangen gab es den Spuren zufolge auch in einigen unserer Zeltcamps, doch gesehen habe ich die scheuen Tiere nie. Ganz anders war es dann schon mit den Skorpionen. Skorpione haben scheinbar eine Vorliebe für die Unterseite von Zelten. So entdeckten wir fast jeden Morgen beim Zeltabbau kleinere Exemplare, die unter dem Zelt nächtigten. Das spannendste Zeltabenteuer des Urlaubs ist aber gottseidank nicht mir passiert. 

Neben viel Getier bekommt man in Namibia auch
tagtäglich grandiose Landschaften zu Gesicht

Es war ein warmer Abend und wir genossen mal wieder herzhaftes Kudu-Steak vom Grill bei einen wunderbaren Sonnenuntergang – Afrika pur. Mit vollem Bauch machten wir uns dann irgendwann zurück zu unseren Zelten, die einige Meter weiter unter einem großen, schattigen Baum aufgestellt waren. Plötzlich ließ mir ein lauter Schrei das Blut in den Andern gefrieren.  Im nächsten Moment schossen dann auch schon alle Gruppenmitglieder zum Nachbarzelt. Das Zelt war komplett durchwühlt und der Boden war von einer Seite zur anderen aufgerissen. Der erste Gedanke, war, dass jemand ins Zelt eingedrungen war um zu stehlen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass keine Wertsachen fehlten. Stattdessen lag eine Packung Kekse regelrecht zerfetzt im Zelt.  Was war passiert? Scheinbar hatten die Schakale, die schon den ganzen Tag um unser Camp rannten die Kekse gerochen und hatten während wir aßen den Zeltboden aufgerissen und das Zelt gestürmt. Die Zähne der Viecher müssen verdammt scharf gewesen sein, da unsere Zelte aus solidem, dicken Stoff waren. Letztendlich kann man von Glück sprechen, dass die Tiere nicht nachts auf die Idee gekommen sind eine Attacke zu starten. 

 Eine der genialsten Schakal Stories erzählte uns unser Scout. Vor einigen Jahren entschied sich einer seiner Touristen dazu draußen im Schlafsack, anstatt im warmen Zelt zu schlafen. Liegende Menschen empfinden Schakale als ungefährlich, da ihr Kopf niedriger ist als der eigene – also eine ideale Beute. In der Nacht wachte der Typ schließlich auf und merkte, dass er in Bewegung war. Ein Schakal hatte den Schlafsack gepackt und war dabei den Typen in die Wüste zu ziehen. Glücklicherweise konnte er sich dann aber recht schnell aus dem Schlafsack befreien und scheuchte das Vieh weg. Ein anderer Tourist hatte weniger Glück. Er schlief nur mit dem Kopf aus dem Zelt heraus und wurde so von einem Schakal recht übel zugerichtet.

Soviel zum Thema Zelten in Namibia.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Mit dem Zelt am Ende der Welt (Teil 3/4) - In der Tiefkühltruhe Afrikas

Wie ich es in der ersten Nacht bereut hatte keine
dieser Unterkünfte gebucht zu haben

Unser erster anstrengender Tag war endlich vorbei, das Zelt war aufgebaut und ich sehnte mich nach nichts anderem als meinem Schlafsack. Über viele Jahre hinweg hatte sich dieser Schlafsack bewehrt und etliche Reisen und Musikfestivals überstanden und das auch bei teils eisigen Temperaturen. 

Die erste Stunde im Schlafsack war gemütlich warm und ich schaute durch unser Zeltdach in den Sternenhimmel. Was für ein Anblick. Hier in Namibia sieht man weitaus mehr Sterne als in Europa, da es keine Lichtermeere in der Prärie gibt. Doch der Genuss sollte nicht lange währen. Mit jeder Stunde wurde es kälter und mit jeder Stunde zog ich mir neue Kleidung über. Doch auch zwei T-Shirts, 2 Pullover, 2 Hosen und 2 Paar Strümpfe halfen nichts gegen die pure Kälte Afrikas. Es blieb schweinekalt (und das sollte auch die nächsten Tage so bleiben). Ich zählte im Schlafsack die Stunden bis zum Morgen durch, doch sie wollten einfach nicht vergehen. In solchen Situationen merkt man dann wieder wie lange eine Nacht sein kann. 

Als der Morgen endlich kam, war ich  müde und erleichtert diese Nacht endlich überstanden zu haben. Gottseidank war unser Frühstück bereits im Morgengrauen angesetzt, so dass ich bald eine Tasse warmen Kaffee in den Händen hielt – eine der besten in meinem Leben.

Montag, 20. Juni 2011

Mit dem Zelt am Ende der Welt (Teil 2/4) - Das Zelt ist weg

Wildlife im Etosha Nationalpark
Es war ein perfekter Tag im Etosha Nationalpark im Norden Namibias. Die Zelte standen blitzschnell und unsere schweren Rucksäcke waren kurze Zeit später im Zelt verstaut. Die Tierwelt des Parks hatte uns an diesem Morgen fast alles geboten, was es zu bieten gab. Um auf den Erfolg anzustoßen machten wir uns im Camp zur Safari Bar um ein kühles Windhoek Lager zu geniessen. Dies ist mit das beste Bier das Namibia zu bieten hat.  Als wir eine Stunde später wieder zurück zum Zeltplatz bewegten kam mir irgendwas komisch vor. Im zweiten Moment realisierte ich, dass unser Zelt nicht mehr da war. An der Stelle, wo es ursprünglich stand war nur noch namibischer Sand bester Güte. In diesem Moment war meine Euphorie erst mal schlagartig gebremst. Alle anderen Zelte, standen in alter Frische da. Aber wo war unseres? Geklaut? Das wäre absolut das schlimmste was uns hätte passieren können, hier mitten in der Pampa.

Aber wer klaut ein Zelt wie Eva? Nichts gegen Eva, aber das Zelt hat glaube ich seine besten Jahre bereits überstanden. Und wenn jemand auf unsere Rucksäcke mit stinkigen Klamotten scharf gewesen wäre, hätte er vermutlich nicht das Zelt auch noch mitgenommen.

Geschockt standen wir nun da und spähten erst einmal die Umgebung aus. Recht schnell viel uns ein großes Stück Stoff auf, das ziemlich weit weg in um einen Baumstamm hing. Als wir uns näherten war schnell klar, dass dieses Stück Stoff nicht nur die gleiche Farbe wie unser Zelt hatte, sondern auch unser Zelt war, mit allem was unser Zelt so an Metallstangen und Gepäck zu bieten hatte.

Was war passiert? Während unserer Abwesenheit wurde das Zelt scheinbar von einem kräftigen Windstoß erfasst und samt den schweren Rucksäcken in die Ferne transportiert. Unser Fehler war offensichtlich, dass wir die Zeltfenster alle geschlossen hatten und der Wind so das Zelt so richtig zu packen bekam. Alle anderen Camper hatten diesen Fehler natürlich nicht gemacht. Aber bei uns New-Bies musste das ja vorkommen.

Sonntag, 19. Juni 2011

Mit dem Zelt am Ende der Welt (Teil 1/4) - Am Anfang war Eva

Es ist ein glühend heißer Sommertag in Namibia. Wir waren eben an unserem ersten Campingplatz an einem Stausee, ein paar Autostunden von Windhoek entfernt angekommen. Vor uns liegen 2,5 Wochen Zelturlaub und Eva. Eva ist unser olivgrünes 2 Mann Zelt, das eingepackt in zwei schweren Säcken auf uns wartet. Es ist das krasse Gegenteil von modernen Hightech-Zelten. Eva steht für Robustheit, Bewehrtes und Abenteuer. Unsere erste Mission ist es Eva in unser Nachtdomizil zu verwandeln. 16 Metallstangen unterschiedlicher Länge und ein großes Stück Stoff in ein Zelt zu verwandeln ist leichter gesagt als getan. Die ersten Versuche das Zelt aufzubauen scheitern komplett. Entweder fiel das Teil um oder das Stangenkonstrukt sah nach einem zeitgenössischen Kunstwerk aus. Nach gefühlten 4 Stunden Arbeit stand das Zelt dann doch. Dies war dann auch der erste Moment des Urlaubs, wo ich bereut hatte die Zeltvariante anstatt der Lodgevariante gebucht zu haben. Gottseidank ging das Aufbauen mit jedem Tag schneller. Am letzten Tag glich das Aufbauen schon fast einer Zaubershow. Doch bis dahin sollten es noch ein paar spannende Herausforderungen zu meistern geben…